Hier siehst du die Liste für „deutsche Märchen“

Der Rabe von Merseburg

Montag, 13. April 2009

Vor etwa vierhundert Jahren lebte zu Merseburg an der Saale ein Bischof namens Thilo von Trotha. Der war ein jähzorniger Herr. Einstmals war er auf der Jagd den ganzen Tag durch Sumpf und Moor gesprengt, ohne auch nur ein einziges Wild erlegt zu haben. Darüber war erin großen Zorn geraten. Missmutig zog er heim auf sein Schloss, warf die Jagdkleider ab und gin in sein Gemach, wo der alte Kammerdiener Johannes, eion weißhaariger GReid, seiner harrte. (weiterlesen…)

Der Geist im Glas

Donnerstag, 9. April 2009

Es war einmal ein armer Holzhacker, der arbeitete vom Morgen bis in die späte Nacht. Als er endlich etwas Geld zusammengespart hatte, sprach er zu seinem Jungen: “Du bist mein einziges Kind, ich will das Geld, das ich mit saurem Schweiß erworben habe, zu deinem Unterricht anwenden; lernst du etwas Rechtschaffenes, so kannst du mich im Alter ernähren, wenn meine Glieder steif geworden sind und ich daheim sitzen muss.” Da ging der Junge auf eine hohe Schule und lernte fleißig, so dass ihn seine Lehrer rühmten, und blieb eine Zeitlang dort. (weiterlesen…)

Fundevogel

Donnerstag, 9. April 2009

Es war einmal ein Förster, der ging in den Wald auf die Jagd, und wie er in den Wald kam, hörte er schreien, als ob’s ein kleines Kind wäre. Er ging dem Schreien nach und kam endlich zu einem hohen Baum, und oben darauf saß ein kleines Kind. Es war aber die Mutter mit dem Kinde unter dem Baum eingeschlafen, und ein Raubvogel hatte das Kind in ihrem Schoße gesehen, da war er hinzugeflogen, hatte es mit seinem Schnabel weggenommen und auf den hohen Baum gesetzt. (weiterlesen…)

Des Königs Dom

Dienstag, 7. April 2009

Es war einmal ein König, der erbaute einen prachtvollen Dom zum Lob und zur Ehre Gottes. Nach des Königs ausdrücklichem Gebot durfte niemand zu diesem Bau einen Heller beisteuern, sondern er wollte ihn ganz aus dem eigenen Schatz erbauen. So geschah es auch. Das Münster war vollendet, schön und würdig, mit aller Pracht und aller Zier. (weiterlesen…)

Der Fuchs und die Katze

Samstag, 28. März 2009

Es trug sich zu, dass die Katze in einem Walde dem Herrn Fuchs begegnete, und weil sie dachte: Er ist gescheit und wohl erfahren und gilt viel in der Welt, so sprach sie ihm freundlich zu. “Guten Tag, lieber Herr Fuchs, wie geht’s? wie steht’s? wie schlagt Ihr Euch durch in dieser teuren Zeit?” Der Fuchs, alles Hochmutes voll, betrachtete die Katze von Kopf bis zu Füßen und wusste lange nicht, ob er eine Antwort geben sollte. (weiterlesen…)