Es lebte einmal in einem arabischen Dorf ein armer Mann, der war früher sehr reich gewesen. Ein Feuer hatte ihm Haus und Hof zerstört und seine Familie getötet.
Jetzt hauste er in einer kleinen Hütte am Rande des Dorfes, und die Leute schenkten ihm jeden Tag etwas Brot, etwas Honig und etwas Öl. Der arme Mann lebte bescheiden davon und sparte sogar noch manchmal das Öl. Er schüttete es in einen großen Krug, der neben seinem Strohlager stand, und freute sich, als der Krug endlich voll war.
Er träumte von künftigem Reichtum, denn so überlegte er: Das Öl werde ich verkaufen. Dafür kaufe ich mir ein Schaf. Das Schaf wird mir Lämmchen bringen, und die bringen, wenn sie groß geworden sind, neue Lämmchen. So werde ich zu einer großen Herde kommen. Dann kann ich mir ein neues Haus bauen, Diener einstellen und vielleicht sogar noch die Tochter eines reichen Scheichs heiraten, die mir neuen Reichtum bringt. Ach, wäre das schön!
Voll Freude dehnte und reckte sich der Mann auf seinem Strohlager. DAbei stieß er mit dem Fuß gegen den Ölkrug und kippte ihn um. Er zerbrach, und das ganze Öl floss ins Stroh. Aus war es mit dem Traum vom künftigen Reichtum.
Man sollte glücklich sein mit dem, was man besitzt, und es gut bewahren.
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